Mariendistelöl

Naturzade Mariendistelöl für Tiere zur Unterstützung der Leber

Mariendistelöl reinigt die Leber und stärkt den Stoffwechsel

Die Mariendistel mit der botanischen Bezeichnung Silybum marianum ist in Griechenland und Italien bereits seit der Antike als Heilpflanze bekannt. Auch der Äbtissin Hildegard von Bingen war die heilende Kraft der schönen Distel bekannt. Letztendlich erkennt die Schulmedizin die Wirksamkeit gegen Vergiftungen an, seit der Arzt Johann Gottfried Rademacher in den 1960-er Jahren den Wirkstoffkomplex Silymarin isolieren konnte. Historische Anwendungen berichten über lebensrettende Wirkung gegen Schlangenbisse oder Pilzvergiftungen. Antitoxisches Mariendistelöl für Tiere hilft in gleichem Maße auch kranken Pferden, Hunden und Katzen mit Stoffwechselproblemen.

Mariendisteln stammen ursprünglich aus den warmen Regionen des Mittelmeerraums. Sie gehört zur botanischen Verwandtschaft der Artischocke und lässt sich auch so zubereiten, wonach die rosa-violette Blütenköpfe zwischen Juni und September in Wasser gekocht eine gesunde Gemüsebeilage ergeben. Zu Heilzwecken wird sie heutzutage auch in Mittelamerika, Asien, Österreich und im deutschen Westerwald großflächig angebaut. Ihr Name entstand nach einer frommen Legende, wonach die Heilige Jungfrau Maria in ihrer Stillzeit Milch verloren hatte, die als weiße Maserung der extrem stacheligen, gewellten Distelblätter erhalten blieb. Die Mariendistel trägt die weiteren Namen Donnerdistel, Fieberdistel, Christi Krone, Frauendistel, Fechdistel und Heilandsdistel. Die Grundlage zur Ölherstellung bilden ihre dunkelbraunen Früchte, die wie ovale Samenkörner aussehen.

Wirkstoffe im Mariendistelöl

Es sollte nach der Entdeckung des Inhaltsstoffs Silibinin noch gut zwanzig Jahre dauern, bis die Forschung in den 1980-er Jahren mithilfe moderner analytischer Verfahren den gesamten Wirkstoffkomplex namens Silymarin mit den Substanzen Silibinin, Isosilibinin, Silydianinden und Silychristin entschlüsseln konnte. Die weiteren Inhaltsstoffe Linolsäure, Gerbstoff, Bitterstoffe, biogene Amine, Harze und ein geringer Anteil ätherischer Öle unterstützen die Reinigung von Galle, Magen und Leber. Diese Nährstoffe befinden sich allesamt in den Schalen der Samenkörner und den schwarz glänzenden Früchten. Wichtigste Nährstoffe bleiben erhalten, wenn das Mariendistelöl kaltgepresst hergestellt ist:

  • Ungesättigte Fettsäuren, Ölsäuren, Linolsäuren
  • Silymarin Komplex, zählt zu den Flavonoiden
  • Vitamin E
  • Eiweiße
  • Bitterstoffe
  • Ätherische Öle

Der Silymarin-Komplex wirkt oxidativem Stress in der Leber entgegen, wenn bei akuten Erkrankungen Infektionserreger in den Körper gelangen. Falls dieser Zustand unbehandelt bleibt, können chronische Erkrankungen entstehen, die immer mehr Gewebe zerstören.

Silymarin dämmt Entzündungen ein

Silymarin aus der Mariendistel kann Freie Radikale neutralisieren und Schäden der Zellmembrane und der DNA entgegenwirken. Dazu hemmt Silymarin Enzyme, die an der Bildung Freier Radikale maßgeblich beteiligt sind. Letztendlich aktiviert dies körpereigene Antioxidanzien-Systeme, die Entstehung von Entzündungen hemmen.

Mariendistelöl für Pferde

Leberprobleme bei Pferden machen sich erst im fortgeschrittenen Stadium äußerlich bemerkbar, wenn sechzig oder siebzig Prozent des Organs bereits befallen oder zerstört ist. Da eine Erkrankung mit unterschiedlichen klinischen Symptomen einhergeht, gestaltet sich eine frühzeitige Diagnose oftmals schwierig. Auftreten können Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Leistungsabfall, ein gespannter Bauch oder leichte Koliken. Zum Glück besitzt die Leber eine starke Regenerationsfähigkeit. Durch regelmäßige Entgiftungskuren mit Mariendistelöl für Tiere können Reiter Schlimmerem vorbeugen.

Naturzade Mariendistelöl nach der Wurmkur

Bitterstoffe der Mariendistel zeigen ihre Wirksamkeit speziell bei der Entwurmung von Pferden, die gewöhnlich im Herbst an der Reihe ist. Die größte Ansteckungsgefahr geht von der Koppelhaltung im Sommer aus, weshalb der Übergang zur Stallsaison über den Winter der ideale Zeitpunkt für eine Wurmkur ist. Viele Reiter greifen zur chemischen Keule, um Magendasseln, Band- und Rundwürmer mit starken Toxiden zu beseitigen. Was gut für den Darm ist, kann die Leber arg strapazieren, denn die eingeschleusten antiparasitären Gifte müssen wieder aus dem Körper transportiert werden. Deshalb hilft die kurweise Anwendung von Mariendistelöl für Pferde optimal zur Zeit der Wurmkur, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen.

Es empfiehlt sich, schon vor Verabreichung der Wurmkur Mariendiestelöl ins Futter zu geben. So bereiten die Inhaltsstoffe vorbeugend die Leber auf die kommende Belastung vor und sind bereits vor Ort, um die Schadstoffe aus dem Körper abzutransportieren. Auch wenn das Pferd über längere Zeit andere Medikamente einnehmen muss, überbrückt die Ölzugabe schwierige Phasen, beispielsweise bei Ekzemen an der Haut oder schlechtem Zustand des Fells

Eine Futterumstellung oder falls die Futterqualität nicht optimal ist, durchleben die Vierbeiner leichter. Auch ältere und übergewichtige Pferde profitieren von dem Mariendistelöl, da es den Gallenfluss anregt und damit die Fettverdauung fördert. Die Zugabe bitterstoffhaltiger Kräuter wie Löwenzahn oder die Blätter der artverwandten Artischocke können den Effekt der Mariendistel noch verstärken.

Naturzade Mariendistelöl für Pferde

Im Shop erhalten Sie unser Sanus Natura Mariendistelöl kaltgepresst aus eigener Herstellung. Da es keine weiteren Zusätze enthält, ist es reich an Vitamin E und essenziellen Omega-6 Fettsäuren. Unsere Kunden berichten, dass die Pferde es gerne fressen und sich die Fellstruktur deutlich verbessert hat. Mit dem Futter vermischt bindet das Öl zudem enthaltenen Staub, wodurch es Augen und Nüstern vor Reizungen bewahrt. Die Fütterungsempfehlung bei Mariendistelöl für Pferde beträgt:

  • Erwachsene Großpferde: 30 – 60 ml täglich
  • Ponys, Kleinpferde und Fohlen: 15 – 25 ml täglich

Ein Esslöffel voll entspricht 15 ml Flüssigkeit. Auch bei gesunden Pferden macht eine kurmäßige Anwendung über 8 – 12 Wochen während des Fellwechsels Sinn. Ein weiterer Vorteil der Öl-Gabe ist die volle Verwertung, denn wie wir gehört haben, sortieren Pferde häufig getrocknete Mariendisteln von ihrem Haferfutter aus. Zur genauen Dosierung erhalten Sie im Shop praktische Dosierpumpen. So können Sie den Preisvorteil unserer 3 Liter oder 5 Liter Mariendistelöle im Kanister nutzen. Hinweis: Mariendistelöl steht zwar nicht auf der Liste unerlaubter Kräuter, erkundigen Sie sich trotzdem bei Ihrem Reitsportverein, ob die Karenzzeit von 48 Stunden nach der letzten Verfütterung vor anstehenden Turnieren zutrifft

Wie verträglich ist Mariendistelöl für Pferde?

Pferde kauen ständig. Sie sind Dauerfresser, da ihre natürliche pflanzliche Nahrung auf der Weide viele Faserstoffe, doch wenig Fett enthält. Daher fehlt Pferden die Gallenblase, doch wegen dieser Laune der Evolution verwerten die Vierbeiner zeitgemäße Ölfütterung erstaunlich gut: Die Leber gibt in ausreichenden Mengen Gallensäure zur Verdauung in den Darmtrakt ab. Pferde benötigen genau wie andere Tiere oder wie wir Menschen Fettsäuren und Fette für den Lipidhaushalt und um lebenswichtige fettlösliche Vitamine aufzuspalten. Lipide dienen als Energiespeicher des Körpers und halten die Organe bei Kälte auf “Betriebstemperatur”. Fettverbrennung setzt bei Belastung die gespeicherte Energie frei.

Der hauptsächliche Vorteil kaltgepresster Öle ist innerhalb der Ernährung ein Austausch von Stärke gegen Fett. Gesundheitsstörungen, die auf zu viel Stärkezufuhr basieren, bessern sich. Öle sind zudem besser verträglich als gehärtete Fette, jedoch sollte das Pferd nur so viel Mariendistelöl erhalten, wie es auch verbraucht, ansonsten stellt sich Durchfall und Übergewicht ein. Dies gilt vor allem für Kraftfutter, wenn das Pferd nur in der Freizeit geritten wird oder wenig körperlich arbeitet.

Viele Pferde sind durch unausgewogene Fütterung übersäuert. Dies passiert, da sämtliche Getreidesorten bei der Verdauung Säuren bilden. Naturzade Mariendistelöl hingegen bleibt neutral und hilft damit, den Stoffwechsel wieder einzupendeln. Im Nebeneffekt verringert sich die Kotmenge, wodurch das Pferd eine sportliche Körpersilhouette hat und gleichzeitig satt und gut versorgt ist.

Wichtig: Der Wirkstoffkomplex Silymarin ist nicht wasserlöslich. Daher bleibt eine Verabreichung in einem Aufguss wirkungslos. Die Fütterung von Mariendistel-Samen oder in geschroteter Form ist zweifelhaft, da die Tiere die harten Schalen nicht aufschließen (verdauen) können, um die darin enthaltenen Nährstoffe auszulösen. Deshalb bringt den Tieren naturreines Mariendistelöl kaltgepresst mit allen natürlichen Inhaltsstoffen den besten Nutzen. Ein völlig klares Öl, wie wir es als Speiseöl benutzen, enthält kaum noch Schleimstoffe. Gerade diese sind jedoch entscheidend für die Gesundheit der Darmflora, denn sie wirken entzündungshemmend und beugen Verstopfungen vor. Einzig, wenn das Pferd Medikamente einnehmen muss, sollten Sie mindestens zwei Stunden zwischen der Ölfütterung und der Medikation verstreichen lassen. Das Öl könnte ansonsten die Medikamente so umhüllen, dass sich deren Wirkung verringert.

Mariendistelöl für Hunde

So wie die positiven Effekte bei uns Menschen und Pferden zutreffen, können sich ebenso Beschwerden bei Hund und Katze dauerhaft bessern. Manche Veterinäre empfehlen die begleitende Gabe Mariendistelöls bei Leber- und Nierenleiden, Vergiftungen, Entzündungen, Krebs und Problemen mit der Bauchspeicheldrüse. Die Behandlung dieser schweren Erkrankungen erfolgt meist mit Kortison, Antibiotika oder Medikamenten, deren Nebenwirkungen die Leber und Nieren belasten.

Aus dem medikamentös hervorgerufenen Ungleichgewicht zwischen Pro- und Antioxidanzien in Antibiotika kann Nierenversagen entstehen. Dazu gibt es diverse Studien über betroffene Hunde, bei denen die Verabreichung des Mariendistel-Wirkstoffs Silymarin plus Vitamin E zu signifikanter Besserung führten. Die Konzentration von Harnstoff und Keratinen konnten Forscher erfolgreich absenken. Silymarin kann ebenso bei Leberfibrose helfen, weniger Narbengewebe zu bilden. Leberfibrose, auch als Schrumpfleber bekannt, bildet sich nach Lebererkrankungen, wenn der Körper das zerstörte Gewebe durch Narbengewebe ersetzt. Je stärker die Vernarbung des Organs besteht, umso mehr verringert sich ihre Funktion. Silymarin hemmt die Entstehung der sogenannten Myofibroblasten, der Zellen, die Narbengewebe bilden.

Ansonsten gesunde Hunde und Katzen erhalten ebenfalls Wurmkuren zur Darmsanierung. Auch hier können Sie Mariendistel in flüssiger Form unterstützend ins Nassfutter geben oder Trockenfutter etwas anfeuchten, damit die Kroketten das Öl absorbieren. Um die Aufnahme des Öls bei wählerischen Persönlichkeiten sicherzustellen, kaschieren Hunde- und Katzenhalter das Mariendistelöl in etwas Leberwurst, die dann mit einem Bissen sofort hinuntergeschlungen wird. So erleichtern Sie Ihrem Liebling im Frühjahr und Herbst auch die Zeit des Fellwechsels und erleben mit, wie sich das Hunde- und Katzenhaarkleid üppig und glänzend erneuert.

Worauf sollten Sie noch achten?

Da Mariendistel die Verdauung anregt, meldet sich Ihr Hund möglicherweise öfter, da er Gassi gehen will. Bei anderen Tieren können sich wiederum Verstopfungen bemerkbar machen. Diese Reaktionen sind anfangs normal und kein Grund zur Sorge. Beginnen Sie mit einer kleinen Dosis von wenigen Tropfen und steigern diese über eine Woche lang. Durch die schrittweise Erhöhung sollte sich der Stoffwechsel schonend an das Mariendistelöl gewöhnen.

Falls Ihr Hund oder Ihre Katze Durchfall bekommt, sollten Sie umgehend pausieren. Es könnte auch eine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe die Ursache sein. Bei medikamentöser Behandlung oder bei bekannt hohen Blutdruckwerten sollten Sie vor Zugabe von Mariendistelöl für Tiere mit Ihrem Veterinär Rücksprache halten, denn auch Naturprodukte können unerwünschte Wechselwirkungen auslösen.

Die Dosierung des Mariendistelöls als Nahrungsergänzung lautet generell ein Teelöffel voll pro 10 kg Körpergewicht, wie Sie an der folgenden Fütterungsempfehlung sehen können:

  • Hunde und Katzen 1 – 5 kg: wenige Tropfen bis ein halber Teelöffel täglich
  • Hunde bis 10 kg: 1 TL täglich
  • Hunde 10 – 20 kg: 1 – 2 TL täglich
  • Hunde 20 – 30 kg: 2 – 3 TL täglich
  • Hunde 30 – 40 kg: 3 – 4 TL täglich
  • Hunde 40 – 60 kg: 4 – 6 TL täglich

Im aktuellen Vergiftungsfall sollten Sie so schnell wie möglich handeln und sofort den Tierarzt aufsuchen. Bis dahin kann die doppelte Menge Mariendiestelöl innerhalb der ersten 30 Minuten nach der Aufnahme giftiger Substanzen seine höchste Wirksamkeit entfalten, bestenfalls, wenn Sie auf dem Weg zur Praxis sind.

Sie leben mit einer Hauskatze oder einem Hund in der Wohnung und rechnen auch im Garten überhaupt nicht mit Vergiftungen? Dann sollten Sie diesem Link folgen und Ihr Zuhause überprüfen.

Wichtiger Hinweis: Die in diesem Beitrag genannten Anwendungen und Informationen ersetzen keinesfalls den Arztbesuch. Sie ersetzen nicht die professionelle medizinische Untersuchung, Beratung und Diagnose. Unsere Leser bestätigen und akzeptieren, dass die Inhalte dieser Webseite keinesfalls dazu verleiten sollten, einen Veterinär erst verspätet aufzusuchen, eine ärztlich verordnete Therapie abzubrechen, eine eigenmächtige Behandlung nach Selbstdiagnose vorzunehmen, ohne vorher den Rat eines Arztes einzuholen. Dieser Text dient dem rein informellen Zweck. Der Autor hat die Informationen sorgfältig recherchiert und mit Quellen nachgewiesen, ohne dass ein Arzt bei der Erstellung des Textes beteiligt war. Der Leser handelt auf eigenes Risiko, Sanus Natura haftet nicht für die Richtigkeit der Angaben.

Dieser Artikel kann nicht kommentiert werden.